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Auch Bären müssen mal zum Zahnarzt

2016-05-31
Gut, dass die Bären von dem Zahnarztbesuch wenig mitbekommen ...
© VIER PFOTEN | Hristo Vladev

Im Mai statteten Zahnarzt Dr. Marc Loose und Tierarzt Dr. Frank Göritz vom Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin unseren Bären im TANZBÄRENPARK Belitsa einen Besuch ab. Neun von insgesamt 26 Bären, die im BÄRENWALD ein neues Zuhause gefunden haben, wurden genauestens untersucht.

 

Wir starteten unseren Vet-Check mit dem jüngsten Bär Monty, der bereits am frühen Morgen narkotisiert wurde. Ihm folgten unsere zwei Neuzugänge, Standy und Boyka, die wir erst vergangenen Sommer aus viel zu kleinen Käfigen gerettet hatten. Für die beiden war es zwar nicht die erste Untersuchung, aber die umfangreichste. Denn zum ersten Mal wurde bei ihnen auch ein Ultraschall gemacht, um festzustellen, ob die jahrelange schlechte Haltung an ihren inneren Organen Spuren hinterlassen haben. Glücklicherweise geht es den Bären aber den Umständen entsprechend gut. Danach war Bär Stefan dran.

 

Am zweiten Tag unseres Tier- und Zahnarzt-Besuches kamen die alt eingesessenen Bären Seida, Mariana, Natasha, Bobby und Elena an die Reihe. Die fünf Bären leben schon seit einigen Jahren in unserem TANZBÄRENPARK Belitsa.


Fazit: Unseren Bären geht es – trotz ihrer oftmals schwierigen Vergangenheit – gut

Einen Besuch vom Zahnarzt gibt es in Belitsa einmal pro Jahr. Denn gerade bei Bären aus schlechten Haltungsbedingungen zeigen sich die Spuren ihres jahrelangen Leidens oft auch am Zustand der Zähnen (mangelhafte Ernährung, Beißen auf Gitterstäben).

 

Standy, Boyka und Monty benötigten eine Wurzelbehandlungen an ihren Eckzähnen. Zahnarzt Dr. Marc Loose entfernte zuerst das entzündete Gewebe im Inneren des Zahnes, reinigte anschließend den Wurzelkanal, um ihn danach zu füllen. Bei Mariana musste zusätzlich an der Unterlippe ein kleiner Tumor entfernt werden. Außerdem zeigte sich leider bei der Untersuchung, dass sie am linken Auge an grauem Star (Katarakt) leidet und eine verschobene Linse im rechten Auge hat.


Die Tierärzte sind mit dem Gesundheitszustand unserer Bären zufrieden.
© VIER PFOTEN | Hristo Vladev

Die Bärin Seida, die wir aus Serbien gerettet haben, leidet ebenfalls an grauem Star und einer Ablösung der Netzhaut. Auch die zweite Bärin, die wir in Serbien gerettet haben, Natasha, erhielt die Diagnose grauer Star; zusätzlich ist auch bei ihr eine der beiden Linsen verschoben. Grauer Star ist bei Bären – besonders im fortgeschrittenen Alter – keine Seltenheit. Sie finden sich aber trotz ihres eingeschränkten Sehvermögens bestens in ihrem Gehege zurecht.


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