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Illegale Bärenkämpfe in Ukraine


Update 31.07.2013: Royal Canin sichert VIER PFOTEN volle Unterstützung zur Rettung der Kampfbären zu

 

Bei den gestrigen Gesprächen in Wien hat Royal Canin gegenüber VIER PFOTEN die Zusage gegeben, Verantwortung zu übernehmen: Das Unternehmen wird die Rettung der bei brutalen Hundetrainings gequälten Bären unterstützen.


Dr. Amir Khalil, Director of Project Development und Verhandlungsführer bei VIER PFOTEN, erklärt: „Ich bin froh, dass wir nun mit Royal Canin an einem Tisch gesessen haben, um konkrete  Lösungen zu diskutieren. Wir begrüßen den Willen von Royal Canin, Verantwortung zu übernehmen. Aber selbstverständlich genügen Worte alleine nicht – wir warten jetzt auf die Taten.“

In den kommenden Wochen wird von den Verhandlungsteams von VIER PFOTEN und Royal Canin eine detaillierte Projektplanung festgelegt werden. Dr. Khalil: „Im  Zuge dessen werden wir dann auch gemeinsam die Einzelheiten der Unterstützung ausarbeiten.“

„Royal Canin freut sich darauf, ein neues Kapitel in seiner Unternehmensgeschichte zu eröffnen und den Tierschutz in der Ukraine zu unterstützen. Daher möchten wir dieses Projekt finanzieren. Wir werden uns auch aktiv für Partnerschaften stark machen und unsere Geschäftspartner, mit uns verbundene Organisationen und NGOs ins Boot holen“, sagt Hervé Marc, Global Corporate Affairs Director bei Royal Canin.

Dr. Khalil betont, dass dieses Projekt erst am Anfang steht: „Es ist aber auch klar, dass wir die Unterstützung der ukrainischen Behörden benötigen, um das Leid der Bären zu beenden. Um ein solches Projekt zu ermöglichen, ist ein enormer logistischer, finanzieller und bürokratischer Aufwand und somit auch viel  Zeit nötig.“



Update 26.07.2013: Royal Canin nimmt Kontakt auf


Royal Canin ist mit VIER PFOTEN in Kontakt getreten. Am Dienstag (30. Juli) wird es ein persönliches Treffen zwischen VIER PFOTEN und Royal Canin geben, in dem VIER PFOTEN ausschließlich die Zukunft der Bären in der Ukraine in den Mittelpunkt stellen wird.

 

Im Hinblick auf die bevorstehenden Gespräche haben wir den Online-Protest bis auf weiteres angehalten.

 

Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten!


Update 25.07.2013: Stellungnahme von Tiernahrungshersteller Royal Canin ausweichend und unvollständig

 

Die erste Stellungnahme des global agierenden französischen Tiernahrungsproduzenten ist vage, ausweichend und enthält keine Vorschläge, wie den Bären geholfen werden kann. Mit einem internationalen Protestschreiben fordern wir den Konzern auf, endlich Verantwortung zu übernehmen.


Zur kompletten Pressemitteilung




Internationaler Tiernahrungshersteller ROYAL CANIN als Sponsor in Bärenkämpfe involviert


VIER PFOTEN deckt Skandalöses auf: Der global agierende französische Hersteller von Hunde- und Katzennahrung ROYAL CANIN hat in den vergangenen Monaten  illegale und brutale Bärenkämpfe in der Ukraine gesponsert.


VIER PFOTEN ist im Besitz eines Videos, das einen von ROYAL CANIN gesponserten Wettbewerb dokumentiert, der im April 2013 in einem Waldstück in der Nähe von Winnyzja, Ukraine stattfand. Über mehrere Stunden werden vor Publikum auf einen angeketteten Braunbären im Abstand von etwa zehn Minuten jeweils zwei bis drei Jagdhunde gehetzt. Die Hunde sollen den Bären angreifen und beißen. Dieser ist nahezu wehrlos. Er kann sich nicht frei bewegen, sondern ist an einer Kette befestigt, die mit einem Seil über ihm verbunden ist. Am anderen Ende der Kette stehen mehrere Männer, die jede Bewegung des Bären kontrollieren und ihn über den Kampfplatz zerren. Ein Punktrichter vergibt Punkte für jeden einzelnen Hund. Auf die Besitzer der aggressivsten Hunde warten mit dem ROYAL CANIN-Logo gebrandete Pokale.



© VIER PFOTEN

Vier- bis sechsmal im Jahr finden solche Wettbewerbe in speziellen Trainingscamps für Jagdhunde in der Ukraine statt. VIER PFOTEN kann belegen, dass ROYAL CANIN in den letzten Monaten mehrere dieser grausamen Veranstaltungen in der Ukraine gesponsert hat, ROYAL CANIN bestätigte gegenüber VIER PFOTEN die Involvierung in das Event im April, verweigert aber jegliches Gespräch.

Wir fordern ROYAL CANIN auf, nicht nur das Sponsoring dieser tierquälerischen Wettbewerbe ein für allemal zu stoppen, sondern Verantwortung für die Zukunft der gequälten Tiere zu übernehmen.

Nach Schätzungen von VIER PFOTEN gibt es in der Ukraine zwischen 15 und 20 Kampfbären. Sie leben qualvoll in winzigen Käfigen auf bloßem Betonboden und dürfen diese nur verlassen, um zu Trainingszwecken oder bei Wettbewerben von Jagdhunden angegriffen zu werden. Sie erhalten meist viel zu wenig Futter und Wasser, damit sie ein schwacher Gegner für die Hunde sind. Den meisten wurden außerdem die Krallen gezogen.

Kampfbären stammen aus Zoos, Zirkussen oder aus der freien Wildbahn. Sie wurden im Alter von nur wenigen Monaten ihrer Mutter weggenommen. Wie qualvoll das für Mutter und Kind ist, hatte VIER PFOTEN im vergangenen Jahr in einem Video dokumentiert. Skrupellose Tierhändler hatten im Mai 2012 die laut schreiende, erst vier Monate alte Bärin Nastia im Zoo Lutsk ihrer Mutter brutal entrissen, sie in eine winzige Kiste gezwängt und nach Winnyzja gebracht. Im Juli 2012 konnten wir sie aus den Händen der Tierhändler befreien und zurück zur Mutter bringen. Im November 2012 durfte Nastia in die von VIER PFOTEN neu erbaute Bärenstation Nadiya in Zhytomyr umziehen. In der Bärenstation ist noch Platz für mindestens zwei weitere Bären.


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