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Pressemeldung

2014-12-29

Silvester mit Hund und Katze: Bleigießen kann zu Vergiftungen führen

Hamburg, 29. Dezember 2014 – Knallfrösche, zischende Raketen und bunte Lichter am Nachthimmel lösen bei Tieren erheblichen Stress und Panik aus. VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz gibt Tipps, wie Heimtiere die Silvesternacht unbeschadet überstehen.

„Lassen Sie am Silvestertag möglichst weder Ihren Hund noch Ihre Katze unbeaufsichtigt nach draußen“, rät Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN. Hunde sollten bereits an den Tagen vor Silvester in bewohnten Gebieten nur noch an der Leine ausgeführt werden. Überraschend gezündete Knallkörper könnten sie so erschrecken, dass sie in Panik davonlaufen. Hunde fühlen sich in der Nähe ihrer Besitzer zwar am sichersten, trotzdem sollten sie während des Feuerwerks auf keinen Fall mit ins Freie genommen werden. Der Lärm und die Lichteffekte können die Vierbeiner regelrecht traumatisieren. Zudem können die Schwefeldämpfe gezündeter Knallkörper ihre Schleimhäute reizen.

 

„Wer gemeinsam mit seinem tierischen Freund so gelassen wie möglich ins neue Jahr starten möchte, sollte das in den sicheren vier Wänden tun“, so Birgitt Thiesmann. Ängstliche Hunde sollten nicht getröstet werden, da sie das in ihrer Unsicherheit nur bestärken würde. „Bleiben Sie ruhig und gelassen, und ignorieren Sie das furchtsame Verhalten Ihres Hundes. So strahlen Sie die notwendige Sicherheit aus, die das Tier jetzt braucht“, rät Thiesmann. Bei Tieren, die zu extremer Ängstlichkeit neigen, hat sich der Einsatz sanfter Beruhigungsmittel nach Absprache mit dem Tierarzt bewährt.

Kleintiere mit sehr schnellem Herzschlag wie z.B. Kaninchen und Wellensittiche können aufgrund des Silvesterkraches und des Lichtspektakels schnell in Panik geraten. Je nach Ausmaß des Stresses kann dies zu einem tödlichen Herzschlag führen. Kleintiere, Katzen oder Vögel überstehen den Jahreswechsel am besten, wenn sie in einem ruhigen Zimmer mit geschlossenen und verdunkelten Fenstern untergebracht werden. Verantwortungsbewusste Besitzer sollten in der Silvesternacht unbedingt bei ihren Tieren bleiben oder eine zuverlässige Betreuung für sie organisieren. Auf keinen Fall jedoch sollten die Tiere allein zurückgelassen werden.

Beim Bleigießen sollten Heimtierhalter darauf achten, dass ihr Schützling auf keinen Fall mit dem dafür verwendeten Wasser in Berührung kommt, da dies schwere Bleivergiftungen hervorrufen kann. Auch Funken werfende Wunderkerzen sind von ihnen fern zu halten. Nicht zu unterschätzen ist die vom Raclette ausgehende Gefahr für Vögel. Die heißen Teflon-Dämpfe können bei unseren gefiederten Hausgenossen zum Erstickungstod führen.


 

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz

 

Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt sich für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Mit nachhaltigen Kampagnen fordert VIER PFOTEN artgemäße Lebensbedingungen für Nutz-, Heim- und Wildtiere sowie ein Ende von Tierversuchen. Bären und Großkatzen aus katastrophaler Haltung finden in den VIER PFOTEN Schutzzentren ein tiergerechtes Zuhause. Orang-Utan-Waisen werden in der VIER PFOTEN Waldschule auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die Streunerhilfe kastriert jährlich tausende Straßenhunde und -katzen in ganz Europa; die Tiernothilfe rettet Tiere in Krisengebieten. VIER PFOTEN wurde 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründet. Das deutsche Büro unter der Leitung von Dr. Andrea Berg ist eine von weltweit 11 Niederlassungen und feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. VIER PFOTEN Deutschland ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und im Bundesverband Deutscher Stiftungen.

www.vier-pfoten.de


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