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Pressemeldung

2013-11-29

Tierschutz-Themen im Koalitionsvertrag enttäuschend

SPD bei Verbandsklagerecht eingeknickt

 

Hamburg / Berlin, 29. November 2013 – Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD findet Tierschutz nahezu keine Erwähnung. Noch nicht einmal das Tierschutz-Verbandsklagerecht wurde in den Vertrag aufgenommen.


VIER PFOTEN hatte in den letzten Wochen mehrmals eindringlich an alle Mitglieder der Arbeitsgruppe „Umwelt, Landwirtschaft, Verbraucherschutz“ appelliert, zumindest diesen wichtigen Schritt zur  effektiven Verbesserung des Tierschutz im Vertrag festzuschreiben. Die SPD hatte in ihrem Wahlprogramm angekündigt, sich für das Verbandsklagerecht einzusetzen. Auch zu anderen wichtigen Verbesserungen, wie z.B. dem Wildtierverbot im Zirkus oder einer Kennzeichnungspflicht für versteckte Käfig-Eier, konnten sich die Koalitionsparteien nicht durchringen.

„Natürlich freuen wir uns über eine nationale Tierwohl-Offensive und das Verbot gewerblicher Börsen für exotische Tiere. In vielen anderen Punkten bleibt der Koalitionsvertrag aber schwammig,“ sagt Dr. Andrea Berg, Country Managerin von VIER PFOTEN Deutschland. „Es steht zu befürchten, dass Tierschutz in der Großen Koalition klein geschrieben wird.“


 

Weitere Informationen

 

Brief von VIER PFOTEN an die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Umwelt, Landwirtschaft, Verbraucherschutz“ (PDF, 600 KB)


In unseren Wahlprüfsteinen können Sie nachlesen, welche Verbesserungen Schwarz-Rot vor der Wahl angekündigt hat.


VIER PFOTEN fordert ein Wildtierverbot im Zirkus.
© VIER PFOTEN / Fred Dott

VIER PFOTEN setzt sich unter anderem für ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben ein und fordert die Schaffung oder Finanzierung von geeigneten Aufnahmestationen für beschlagnahmte Wildtiere aus Zirkussen. Außerdem fordert die Stiftung eine Kennzeichnungspflicht für Echtpelz-Produkte und die konsequente Umsetzung der geltenden Nutztierhaltungs-Anforderungen für Pelzfarmen; eine Chip- und Registrierungspflicht für alle Hunde, um so den illegalen Welpenhandel einzudämmen und eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- sowie Registrierungspflicht für freilaufende Hauskatzen, um die rasante Vermehrung von Streunerkatzen zu stoppen. Im Bereich der Nutztierhaltung fordert VIER PFOTEN ein Verbot der Käfig-Haltung für Zucht- und Mastkaninchen und eine Kennzeichnungspflicht für versteckte Käfig-Eier (in Fertigprodukten, Backwaren usw.). Außerdem führt VIER PFOTEN eine Kampagne für das Verbot von Tierversuchen für Haushaltsmittel sowie deren Inhaltsstoffe durch und fordert die Förderung tierversuchsfreier Test-Methoden.


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