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Pressemeldung

2013-11-18

VIER PFOTEN rät: Unsauberkeit bei der Katze

Hamburg, 18. November 2013 – Katzen sind von Natur aus reinliche Tiere. Dennoch klagen viele Besitzer über plötzliche und anhaltende Unsauberkeit bei ihren Stubentigern. Dieses Verhalten kann ein Zeichen dafür sein, dass sich die Tiere durch etwas gestört fühlen. VIER PFOTEN gibt Tipps, worauf Katzenhalter in solch einem Fall achten sollten.

Grundsätzlich sollte zunächst der Tierarzt prüfen, ob die Katze gesund ist. So können zum Beispiel Verletzungen oder Harnwegserkrankungen zu unkontrolliertem Harnabsatz führen. Häufig beginnt das Problem mit einsetzender Geschlechtsreife: Junge Kater markieren mit Urin – ein arttypisches Verhalten, das durch frühzeitige Kastration verhindert werden kann.

Ist das Tier organisch gesund, sind die Gründe meist im Umfeld zu suchen. Katzen sind sehr sensibel und reagieren empfindlich auf kleinste Veränderungen: Ist vielleicht ein neues Heimtier in ihr Revier eingezogen, oder gibt es einen neuen Partner, mit dem die Katze die Streicheleinheiten nun teilen muss? Auch neue Möbel können das Tier irritieren. Die Katze ist verunsichert und reagiert mit Unsauberkeit. Dieses untypische Verhalten drückt Protest aus und ist gleichzeitig als Hilferuf zu verstehen.

„Katzenhalter sollten ihr Tier langsam an Veränderungen heranführen“, rät Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN. „Ein neuer Partner kann sich zum Beispiel zunächst durch kurze Besuche mit der Katze bekannt machen. Keinesfalls darf er das Tier bedrängen; die Katze muss von sich aus Kontakt aufnehmen.“

Findet sich Urin oder Kot in unmittelbarer Nähe der Katzentoilette, ist meist die Toilette selbst das Problem. Möglicherweise ist sie zu klein, wird nicht oft genug gereinigt, oder die Einstreu gefällt der Katze nicht. Auch der Standort ist wichtig: Katzen brauchen ein ruhiges Plätzchen, an dem sie ungestört sind. Die Katzentoilette sollte außerdem weder zu nahe am Schlafplatz noch an der Futterstelle stehen. In einem Mehrkatzenhaushalt braucht jedes Tier seine eigene Toilette. Es gilt: Lieber eine Katzentoilette zu viel, als eine zu wenig.

„Auf keinen Fall sollte die Katze zur Strafe geschüttelt, geschlagen oder mit der Nase in den Urin gestupst werden,“ warnt Thiesmann. „Dadurch wird das Problem nur verschlimmert, da sie so das Vertrauen zum Tierhalter verliert.“

Zum Reinigen der Flecken eignen sich Essigwasser oder spezielle Mittel gegen Urinflecken aus dem Zoofachhandel, die auch den Geruch gründlich beseitigen. Meiden Sie dagegen ammoniakhaltige Mittel, da diese die Katze verstärkt zum Markieren animieren. „Sollte sich das Tier bevorzugt eine Stelle ausgesucht haben, empfiehlt es sich, genau dort die Katzentoilette aufzustellen“, so Thiesmann.


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