VIER PFOTEN App nun für Iphone/Ipad und Android erhältlich


VIER PFOTEN App Download für
AndroidAndroid

IphoneIphone

Pressemeldung

2013-11-11

VIER PFOTEN Tierschutz-App schützt Verbraucher nun auch vor Gänsefleisch aus Stopfmast und Lebendrupf

Rechtzeitig zur Martinsgans-Zeit bringt neues App-Feature mehr Transparenz

 

Hamburg, 11. November 2013 – VIER PFOTEN hat die Tierschutz-App um ein neues Feature erweitert: Verbraucher können nun, rechtzeitig zur Martinsgans-Zeit, in Supermärkten feststellen, ob das angebotene Gänse- und Entenfleisch aus Haltung ohne Stopfmast, Lebendrupf oder Käfighaltung kommt. In Deutschland selbst ist zwar das Stopfen und Rupfen von Gänsen verboten, aber nicht der Import und Verkauf von Fleischprodukten aus solchen tierquälerischen Haltungen im Ausland.

 

„Mit dem neuen Feature unserer App wollen wir den Markt transparenter machen und Konsumenten unterstützen, für die das Wohl der Tiere ein Kriterium ist“, erklärt Dr. Andrea Berg, Country Managerin von VIER PFOTEN in Deutschland. „Mit der App ist es ganz einfach, Tierschutz im Alltag zu leben und respektlose Praktiken zu stoppen.“


Käufer müssen lediglich ihr Handy auf den Barcode halten und das Produkt einscannen. Danach erhalten sie eine Statusmeldung, die über Produktionsbedingungen und Herkunft des Fleisches Auskunft gibt.


Das entsprechende Sortiment der deutschen Supermarktketten wurde zuvor in die VIER PFOTEN Datenbank aufgenommen und mit der von der Tierschutzorganisation regelmäßig aktualisierten Positivliste der Produzenten von Gänsefleisch abgeglichen. Auf dieser Positivliste sind verantwortungsvolle Unternehmen genannt, die sich unangemeldeten und unabhängigen Kontrollen unterziehen und nachweislich auf Stopfmast, Lebendrupf und Käfighaltung verzichten. Sobald ein Produkt nicht auf der Positivliste stand, kontaktierte VIER PFOTEN den Hersteller und bat um Informationen.


Wenn ein Hersteller auf Anfrage erklärt, dass sein Produkt nicht aus Stopfmast stammt, wird das überprüft und das Produkt vorerst mit dem Status „Achtung“ versehen. In der App erscheint die Information dann orange gekennzeichnet. Die Farbe grün zeigt, dass das Fleisch von einem verantwortungsvollen Unternehmen stammt, das auf Stopfmast, Lebendrupf und Käfighaltung verzichtet. Unter die rote Kategorie fällt Fleisch von Herstellern, die Tiere stopfen oder rupfen.


Die App lädt auch zum Mitmachen ein: Ist ein Produkt nicht in der Datenbank vorhanden, können die Nutzer dieses mit weiteren Informationen (Foto, Name, Marke, Hersteller) an VIER PFOTEN senden. Der Vorschlag wird dann von der Organisation geprüft und gegebenenfalls in die Datenbank aufgenommen.


„Die gute Nachricht ist, dass Konsumenten sehr wohl die Wahl haben“, sagt Dr. Berg. „Wenn Sie nicht selbst kochen, empfehlen wir in der Gänsezeit: Lassen Sie sich in Restaurants immer die Packung mit den Angaben zum Produzenten und dessen EWG-Nummer zeigen. Diese Nummer informiert über die Herkunft des Fleischs. So können Sie mithilfe unserer Positivliste überprüfen, ob der Hersteller auf tierquälerische Praktiken verzichtet. Im Zweifel greifen Sie besser zu einer vegetarischen Alternative.“

 

 

Hintergrund


Eine Gans mit einer Fettleber. Durch das Stopfen kann sich das Organ bis zu zehnfach vergrößern.
© VIER PFOTEN

Das Stopfen ist eine der grausamsten Methoden, um Foie Gras (französisch für "fette Leber") herzustellen. Gänse und Enten werden zumeist zwei- bis dreimal am Tag zwangsgefüttert. Dabei wird ihnen ein Stopfrohr durch den Rachen gerammt und große Mengen Maisbrei über ein Druckluftsystem in den Magen befördert. Mit der Zeit verfettet die Leber, vergrößert sich dabei um das Zehnfache zu einem krankhaft veränderten Organ und erreicht ein Gewicht von bis zu einem Kilogramm. Am Ende der Mastzeit ist die Leber der Gänse so groß, dass sie kaum atmen oder sich bewegen können.


Zusätzlich werden viele Tiere vor der Stopfmast auch noch bei lebendigem Leib gerupft, um Profit mit ihren Daunen zu machen. Da die Federn nachwachsen, können die Tiere während ihres kurzen Lebens bis zu vier Mal bei vollem Bewusstsein kahl gerupft werden. Häufig passieren dabei schwere Verletzungen, die – wenn überhaupt – ohne Narkose vor Ort wieder zusammengenäht werden.


drucken