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Pressemeldung

2013-10-08

Prozess gegen illegalen Welpenhändler

VIER PFOTEN lädt zur Aktion in Luxemburg



© VIER PFOTEN

Hamburg, 08.10.2013 - Anlässlich des ersten Prozesses gegen einen illegalen Welpenhändler am 10. Oktober 2013 in Luxemburg veranstaltet VIER PFOTEN eine Aktion. Die international tätige Tierschutzorganisation, die sich seit Jahren mit einer Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel einsetzt, plädiert für ein angemessenes Urteil in diesem Fall.

 

In Begleitung ihrer Hunde werden am 10. Oktober 2013 Aktivisten von VIER PFOTEN in der Luxemburger Innenstadt auf das Leid von zigtausend Hundewelpen in ganz Europa durch skrupellose Welpendealer aufmerksam machen. Anlass für diese ungewöhnliche tierisch-menschliche Aktion ist der am selben Tag in Luxemburg beginnende Prozess gegen einen Welpenhändler. Es ist das erste Mal, dass ein derartiger Fall vor Gericht verhandelt wird. Eine 2,5 Meter große Justitia-Statue wird dabei symbolisch daran erinnern, dass das Wohl der Welpen mehr wiegen muss als Geld.
Gemeinsam mit der luxemburgischen Journalistin Karin Goerens, die den Fall des angeklagten Welpenhändlers ins Rollen gebracht hat, hofft VIER PFOTEN auf ein gerechtes Urteil. Nur so kann ein weltweites Zeichen im Kampf gegen den kriminellen Hundehandel gesetzt werden.

 

Wann: Donnerstag, 10. Oktober, ab 8:45 Uhr
Wo: Place Guillaume II, Luxemburg (vor dem Rathaus)

Kontakt vor Ort: Dr. Martina Stephany (Kampagnenleiterin VIER PFOTEN Deutschland), Tel. +49-(0)177-7425670

 

Hintergrundinformation:
Erster Welpenhändler-Prozess in Luxemburg, am Donnerstag, den 10. Oktober 2013 um 9.00 Uhr im Gebäude des Bezirksgerichts in Luxemburg Stadt (Tribunal d’arrondissement – Cité Judiciaire – Place St. Esprit – Luxembourg). Am 10. Oktober 2013 wird zum ersten Mal einem Welpenhändler der Prozess wegen illegalem Handel und Tierquälerei gemacht. Der Mann handelte von 2003 bis 2012 auf skrupellose Weise mit Welpen. Ab 2006 bezog er die fast durchweg kranken Hunde von einem tschechischen Tierarzt, der seinen Tieren die Impfscheine und Heimtierausweise selbst ausstellte. Davor hielt der Welpendealer die Hunde in seinem Keller in Käfigen. Viele der verkauften Tiere waren sehr krank, einige starben sogar. Als sich betroffene Käufer 2007 bei einer privaten Tierschutzorganisation in Luxemburg beschweren, zeigt diese den Händler an. Er bekommt eine Geldstrafe, zudem wird ihm die Handelsermächtigung entzogen. Trotzdem schmuggelt der Mann weiterhin unbehelligt viel zu junge und kranke Welpen von Tschechien nach Luxemburg. Aufgrund vermehrter Beschwerden beim Veterinäramt kommt es 2010 zu einer angekündigten Kontrolle – Welpen werden dabei nicht gefunden. Zudem behauptet der Händler im Besitz einer gültigen Handelsermächtigung zu sein, ohne diese vorzeigen zu müssen. Anfang 2012 wird die Journalistin Karin Goerens auf die tierquälerischen Machenschaften des besagten Tierhändlers aufmerksam. Nach monatelangen Recherchen gelingt es ihr, in Begleitung von Zollbeamten den Welpenhändler bei seiner Rückkehr aus Teplice vor seinem Haus in Luxemburg zu stoppen. Obwohl er auf frischer Tat mit 12 Welpen im Auto ertappt wird, sieht der Amtsveterinär weiterhin keinen Handlungsbedarf. Erst als Goerens den Vorfall an die Presse spielt, kommt der Fall ins Rollen: Der Landwirtschaftsminister schaltetet sich ein, der Amtsveterinär wird versetzt. Nach zehn Jahren illegalem Welpenhandel steht der Hundehändler schließlich wegen unerlaubter Einfuhr von Welpen ohne gültige Handelsermächtigung sowie Tierquälerei vor Gericht.

 

Für die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, die sich seit Jahren mit einer internationalen Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel einsetzt, ist dieser Prozess von großer Bedeutung. Bei Tierquälerei und vorsätzlichem Betrug handelt es sich um kriminelle Machenschaften, die nicht verharmlost werden dürfen. VIER PFOTEN hofft auf ein angemessenes Urteil, um ein Exempel für alle anderen illegalen Händler zu statuieren. Tiere dürfen vor dem Gesetz keine Ware mehr sein, sondern sollten als fühlende Lebewesen respektiert und anerkannt werden. Um illegalen Welpenhändlern den Riegel vorzuschieben, fordert VIER PFOTEN neben harten Strafen verstärkte und bessere Kontrollen an den Grenzen sowie eine EU-weite Chip- und Registrierungspflicht.

Weitere Informationen unter www.stopptwelpendealer.org


Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Melitta Töller 
Press Officer
phone: +49-40-399 249-66
mobile: +49 160 90559483
fax: +49-40-399 249-99
skype: melittatoeller_vierpfoten
mail: melitta.toeller@vier-pfoten.org


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