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Pressemeldung

2013-08-30

Igel ersticken in Getränkedosen

VIER PFOTEN warnt: Müll tötet Wildtiere

 

Hamburg, 30. August 2013 – Jedes Jahr kommen in Deutschland Millionen von Wildtieren durch achtlos weggeworfenen Müll ums Leben. Sie vergiften sich an Plastikteilen, ersticken in Getränkedosen, verheddern sich in Angelschnüren oder verletzen sich an Glasscherben. Aus diesem Anlass appelliert VIER PFOTEN zu mehr Achtsamkeit: Süßigkeiten-Verpackungen, Joghurtbecher und Glasflaschen gehören in den Mülleimer, nicht an den Straßenrand.


Dieser Kolkrabe hat sich in weggeworfenen Schnüren verheddert.
© Wildtierstation Hamburg

„Bei neun von zehn Eissturmvögeln an der Nordsee wurden nach ihrem Tod Plastikteile im Magen gefunden. Igel klemmen sich in Getränkedosen ein, können sich nicht selbst befreien und ersticken. Die Leute werfen ihren Müll überall achtlos hin, ohne an die Konsequenzen für die Umwelt und die Tiere zu denken“, so Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Jedes einzelne Lebewesen, das an weggeworfenem Müll stirbt, erleidet einen qualvollen Tod.“


Weggeworfene Flaschen sind besonders gefährlich. Dr. Stephany: „Wenn das eigene Haustier in eine Scherbe tritt, wird die Schnittwunde in der Regel vom Tierarzt schnell versorgt; bei Wildtieren ist das nicht der Fall. Wenn ein Vogel aufgrund der Verletzung nicht mehr fliegen kann, endet es meist tödlich.“ Zum Nestbau werden auch Schnüre und Kordeln verwendet, in denen sich der Nachwuchs verheddern und sterben kann. „Jedes Frühjahr kann man auf Helgoland strangulierte Basstölpel und Trottellummen an den Felsen der Brutkolonien sehen.“


Aber auch andere Meeresbewohner leiden unter dem massiven Müll. Robben verfangen sich in alten Fischernetzen und erleiden schwere Schnittwunden oder ersticken, weil sie nicht mehr auftauchen können. „Besonders schlimm ist es, wenn Elterntiere betroffen sind. Sie können ihren Nachwuchs nicht mehr versorgen, so dass die Jungtiere elendig verhungern, wenn sie nicht rechtzeitig gefunden und in einer Wildtierstation artgerecht großgezogen werden“, sagt Wildtierexperte Christian Erdmann, Leiter der Wildtierstation Hamburg.

 

In der Wildtierstation Hamburg werden pro Jahr etwa 500 Jungvögel, Eichhörnchen, Hasen und andere Wildtiere gerettet, aufgezogen, medizinisch versorgt und zu fast 60 Prozent wieder freigelassen. Mit Unterstützung von VIER PFOTEN arbeiten Christian Erdmann und sein Team an effektiven Maßnahmen für eine verbesserte Rehabilitation, Aufzucht und Freilassung bzw. Unterbringung bedürftiger Wildtiere.



VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Seit 1988 setzt sich die Organisation mit gezielter Projektarbeit und langfristig angelegten Kampagnen für den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind fundierte Recherchen einschließlich wissenschaftlicher Expertise sowie intensives nationales und internationales Lobbying auf politischer und gesetzlicher Ebene. Nationale und internationale Hilfsprojekte sorgen für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.



Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Melitta Töller
Press Officer
phone: +49-40-399 249-66
mobile: +49 160 90559483
fax: +49-40-399 249-99
skype: melittatoeller_vierpfoten
mail: melitta.toeller@vier-pfoten.org


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