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Pressemeldung

2013-07-24

Hilfe für mutige Enten

VIER PFOTEN gibt Tipps zur Entenrettung

 

Hamburg, 24. Juli 2013 – Die Stockente brütet gern erhöht. In der Natur dienen Baumstümpfe, Kopfweiden oder andere leichte Erhöhungen, um das Nest nicht ungesichert auf dem Boden bauen zu müssen. In der Stadt jedoch nistet sich die Entenmutter aufgrund mangelnder Baumstämme oder sonstiger höhergelegenen Nestplätze auch gerne auf Balkonen ein. Für die Küken, die noch nicht fliegen können, ein lebensgefährliches Unterfangen. VIER PFOTEN gibt Tipps zur Entenrettung.

„Entenküken sind Nestflüchter und wollen der Mama so schnell wie möglich hinterher. Leider können die mutigen Enten ja noch gar nicht fliegen“, berichtet Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. Ihren Instinkten folgend springen die Kleinen dann einfach aus dem Nest. Für die federleichten Küken ist das auch aus dem dritten Stock ungefährlich, sofern nicht gerade Betonboden oder Asphalt auf sie wartet. „Wenn sie bei dem mutigen Sprung in einem Hinterhof landen, werden sie aber aus eigener Kraft nie an einer Wasser- und Futterstelle ankommen. Darum sollten in so einem Fall Entenmutter und Küken umgehend zur nächsten Wasserquelle gebracht werden“, so Dr. Stephany weiter.


Entenküken sind Nestflüchter und wollen der Mama so schnell wie möglich hinterher.
© Hagen Görlich / pixelio.de

Die Rettung einer ganzen Entenfamilie ist keine einfache Angelegenheit und sollte immer mit mindestens zwei Personen geschehen. Das Wichtigste ist, zuerst das Muttertier zu fangen – diese kann allerdings schnell wegfliegen. „Am besten fängt man die Entenmama mit einem Kescher aus dem Angelfachgeschäft“, weiß Christian Erdmann, Geschäftsführer der Wildtierstation Hamburg. Am einfachsten gelinge die Rettung in den frühen Abendstunden, da die Tiere dann langsam müde würden. Weil die Küken so klein sind, seien auch sie schwer zu erwischen. „Alle Fluchtmöglichkeiten sollten verstellt sein. Dann nähert man sich langsam an, wirft schnell ein Handtuch über die Kleinen und greift dann beherzt zu. Sobald alle Familienmitglieder eingefangen sind, bringt man sie schnellstmöglich an einen Bach oder Teich. Dort kann die Entenfamilie dann ein artgerechtes Leben führen“, so Christian Erdmann. Wer Zweifel hegt, ob er die Enten alleine fangen kann, fragt bei der Freiwilligen Feuerwehr oder auch der nächsten Wildtierstation Unterstützung an.

In der Wildtierstation Hamburg werden pro Jahr etwa 500 Jungvögel, Eichhörnchen, Hasen und andere Wildtiere gerettet, aufgezogen, medizinisch versorgt und zu fast 60 Prozent wieder freigelassen. Mit Unterstützung von VIER PFOTEN arbeiten Christian Erdmann und sein Team an effektiven Maßnahmen für die verbesserte Rehabilitation, Aufzucht und Freilassung bzw. Unterbringung bedürftiger Wildtiere.



VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Seit 1988 setzt sich die Organisation mit gezielter Projektarbeit und langfristig angelegten Kampagnen für den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind fundierte Recherchen einschließlich wissenschaftlicher Expertise sowie intensives nationales und internationales Lobbying auf politischer und gesetzlicher Ebene. Nationale und internationale Hilfsprojekte sorgen für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.



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