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Pressemeldung

2013-07-04

Bündnis „Pro Katze“ begrüßt Kastrationspflicht in Kassel

Erste Großstadt in Hessen beschließt Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Katzen


Hamburg / Kassel, 4. Juli 2013 – Ausgemergelt und krank streunen sie durchs Stadtgebiet: Katzen, die kein Zuhause haben. Mehr als zwei Millionen von ihnen leben schätzungsweise in Deutschland. Und auch in Kassel werden es immer mehr. Am 1. Juli beschloss die Kasseler Stadtverordnetenversammlung deshalb eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht, um die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen.

 

Freilaufende Katzen müssen in Zukunft kastriert, per Chip oder Tätowierung gekennzeichnet und in einer Haustierdatenbank, wie beispielsweise TASSO, registriert werden. Voraus ging diesem Beschluss eine Bürgereingabe des Kasseler Tierheims Wau-Mau-Insel. Das Tierheim hat darüber hinaus einen Betrag von 80.000 Euro bereitgestellt, um die Kastrationskosten von Katzen bedürftiger Tierhalter zu übernehmen. Diese Zusage hat letztlich zur Annahme der Kastrationspflicht durch die überwiegende Mehrheit der Stadtverordneten geführt.

 

 

Tierschutzorganisationen begrüßen Entschluss der Stadtverordneten

 

Für Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN ist die Verabschiedung des Beschlusses ein Votum für mehr Aufklärung im Tierschutz: „Wir freuen uns, dass nach Hessisch Lichtenau jetzt auch Kassel als Großstadt ein weiteres wichtiges Zeichen in Hessen setzt. Mit dieser Entscheidung signalisiert die Stadt Verantwortung, in dem sie vorprogrammiertes Tierleid verhindert.“


Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO ergänzt: „Wir freuen uns über jede Gemeinde, die eine Kastrationsverordnung einführt, doch einzelne kommunale Verordnungen stellen insgesamt keine flächendeckende Lösung dar und schränken das Katzenelend nur bedingt ein. Daher fordern wir von der hessischen Landesregierung, dass sie die Verantwortung für die Katzen im Land übernimmt und dem Beispiel Niedersachsens folgt und nach Inkrafttreten des novellierten Tierschutzgesetzes eine Landesverordnung zur Katzenkastration erlässt.“


„Die Erfolge in Städten wie Bonn, Bremen oder Osnabrück zeigen ganz deutlich, dass Kastrieren, Kennzeichnen und Registrieren freilaufender Katzen deren unkontrollierter Vermehrung tierschutzgerecht und nachhaltig entgegenwirkt“, erklärt Karsten Pluecker, Tierheimleiter vom bmt Tierheim Wau-Mau-Insel.

 

 

Über das Bündnis „Pro Katze“

 

VIER PFOTEN, TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) haben sich im März 2012 zusammengeschlossen und das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Gemeinsam setzen sich die drei großen Tierschutzorganisationen für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Freigängerkatzen ein. Darüber hinaus führt das Bündnis regionale Kastrationsaktionen durch und unterstützt Städte und Gemeinden bei der Umsetzung kommunaler Kastrationsverordnungen.



VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Seit 1988 setzt sich die Organisation mit gezielter Projektarbeit und langfristig angelegten Kampagnen für den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind fundierte Recherchen einschließlich wissenschaftlicher Expertise sowie intensives nationales und internationales Lobbying auf politischer und gesetzlicher Ebene. Nationale und internationale Hilfsprojekte sorgen für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.



Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Melitta Töller
Press Officer
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mobile: +49 160 90559483
fax: +49-40-399 249-99
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