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Pressemeldung

2013-06-18

Rehkitze: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

VIER PFOTEN fordert Landwirte zur Vorsicht bei der Heuernte auf

 

Hamburg, 18. Juni 2013 – Jedes Jahr fahren die großen Mähmaschinen das Heu der Felder ein. Diese Ernte ist jedoch für Rehkitze lebensgefährlich: Die Ricken legen ihren Nachwuchs ins hohe Gras, um sie vor natürlichen Feinden wie Fuchs und Habicht zu verstecken. Viele Rehkitze werden von den Mähmaschinen schwerstverletzt oder getötet. VIER PFOTEN weist darauf hin, dass es in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist, die Felder vor der Mahd abzugehen, um nach Rehkitzen zu schauen. Leider hält sich kaum ein Landwirt an diese Vorschrift.

 

„Die Rehkinder sind im hohen Feld zwar vor ihren natürlichen Feinden geschützt, nicht aber vor dem Handeln des Menschen. Lohnunternehmen, die heutzutage die Felder bewirtschaften, nehmen sich kaum die Zeit, um die Felder abzugehen und nach Wildtiernachwuchs zu suchen“, sagt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. „Wenn ein Rehkitz von den scharfen Messern der Mähdrescher verletzt wird, leidet es schlimmste Qualen. Viele verenden elendig. Und die Ricke bekommt alles mit und kann nichts mehr für ihr Frischgeborenes tun“, so Dr. Stephany weiter.

„Die Mähmaschinen sind aber nicht nur für die Rehe hochgefährlich, sondern auch für sämtliche wildlebende Tiere wie Feldhasen und Bodenbrüter“, erklärt Christian Erdmann, Leiter der Wildtierstation Hamburg. „Zum Glück gibt es auch mal ein Happy End. Zwei der Rehkitze, die derzeit bei uns in der Wildtierstation Hamburg aufgezogen werden, wurden vom Landwirt höchstpersönlich hier abgegeben. Sobald sie wieder vollkommen fit sind, können sie gemeinsam mit ihren Artgenossen ausgewildert werden“, berichtet Erdmann. „Hoffentlich war es nicht das letzte Mal, dass der Landwirt seine Felder vor der Mahd abgesucht hat. Das sollte zum Nachdenken anregen!“



VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Seit 1988 setzt sich die Organisation mit gezielter Projektarbeit und langfristig angelegten Kampagnen für den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind fundierte Recherchen einschließlich wissenschaftlicher Expertise sowie intensives nationales und internationales Lobbying auf politischer und gesetzlicher Ebene. Nationale und internationale Hilfsprojekte sorgen für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.



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