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Pressemeldung

2013-06-14

Pelz macht keine Sommerpause

VIER PFOTEN: Mit pelzfreiem Einzelhandel gegen boomende Pelzbranche


Hamburg, 14. Juni 2013: Die Pelzindustrie freut sich in diesen Tagen über Umsatzzuwächse auf dem Weltmarkt. Selbst in manchen Frühjahrs-/Sommerkollektionen finden sich Pelze. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN setzt diesem tierfeindlichen Trend eine gesteigerte Aufklärung des Konsumenten sowie eine Stärkung des pelzfreien Einzelhandels entgegen. Neue Entwicklungen in den Nachbarländern Schweiz und Österreich zum Thema Pelzmode untermauern diesen Ansatz.


Nach Angaben der International Fur Trade Federation (IFTF) wurden in der Saison 2011/2012 weltweit 44 Prozent mehr Umsatz gemacht als noch zehn Jahre zuvor. Hauptverantwortlich für den Trend ist laut IFTF der stark wachsende Absatzmarkt in Asien (35% der globalen Pelzverkäufe). Aber auch der europäische Konsument kauft die tierquälerisch produzierte Pelzmode. So ist Europa mit 28 Prozent des globalen Pelzabsatzes ein bedeutender Markt für Pelzprodukte. Nach Aussagen des IFTF wird Echtpelz zunehmend in Frühjahr-/Sommerkollektionen verarbeitet. Und tatsächlich haben einzelne Luxusmarken wie Miu Miu von Prada im Jahr 2013 vereinzelt Pelz im Sommersortiment.

 

„Pelz ist im Winter wie im Sommer ein überflüssiges und leicht ersetzbares Luxusprodukt. Nerze, Füchse und andere Tiere zahlen für die Vorlieben selbsternannter Fashion Insider einen grausamen Preis“, erklärt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN.


Auch in Deutschlands Nachbarländern wird die Nutzung von Tierfellen für Modezwecke diskutiert. In der Schweiz und in Österreich gibt es zwar im Gegensatz zu Deutschland seit Jahren keine Pelzfarmen mehr, dennoch wird dort wie bei uns noch Mode mit Pelzanteilen angeboten. Eine repräsentative Meinungsumfrage im Auftrag von VIER PFOTEN zeigt nun, dass mit 81 Prozent eine deutliche Mehrheit der Österreicher das Töten von Tieren zur Pelzgewinnung ablehnt.

 

Das Gros der Konsumenten (88 Prozent) wünscht sich außerdem eine eindeutige Kennzeichnung von Pelzmode mit Angaben zu Tierart, Herkunft und Haltungsbedingungen. Die Schweiz zeigt wie es geht: Dort trat im März eine Deklarationspflicht für alle Pelzprodukte in Kraft, die den Verbraucher ausreichend informiert.


„In Deutschland dürfte ein aktuelles Meinungsbild in Sachen Pelzmode ähnlich ausfallen wie in Österreich“, glaubt Kampagnenleiterin Dr. Stephany. „Damit sich die auch von Deutschen oft geäußerte Ablehnung gegen Pelz ebenfalls bei den Kaufentscheidungen durchsetzt, fordern wir eine Kennzeichnungspflicht, die den Verbraucher ausreichend über die Herkunft eines Pelzes informiert.“ Die österreichischen Umfrageergebnisse zeigen auch, dass nur ein Drittel der Befragten echten Pelz von Kunstpelz unterscheiden kann.


Weiter bevorzugen 80 Prozent tierschutzfreundliche Geschäfte, die auf den Verkauf von Echtpelz gänzlich verzichten. Hier sieht sich VIER PFOTEN in seiner Arbeit bestätigt. Seit 2012 repräsentiert die Organisation in Deutschland das internationale Fur Free Retailer Programm. Die Initiative informiert über Modeunternehmen, die sich schriftlich verpflichtet haben, keinen Echtpelz mehr zu verwenden. Viele namhafte Unternehmen wie C&A, Ernsting’s family, OTTO oder s.Oliver sind bereits dabei. VIER PFOTEN hat zusätzlich eine große Online-Kampagne gegen Pelzmode gestartet.

 

 

Mehr Informationen auf www.parade-gegen-pelz.org.


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