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Pressemeldung

2013-06-01

Notfall-Rettungsaktion von VIER PFOTEN im Kosovo

Tierschutzorganisation bringt innerhalb von 24 Stunden acht Restaurant-Bären in Sicherheit

 

Prishtina / Hamburg, 1. Juni 2013 – Ein Notfall-Rettungsteam von VIER PFOTEN hat heute im Kosovo die letzten in Gefangenschaft gehaltenen Restaurant-Bären mit der Unterstützung des kosovarischen Umweltministeriums und der KFOR unter Polizeischutz befreit und in den neu erbauten VIER PFOTEN BÄRENWALD Prishtina überführt.

 

In dem neuen BÄRENWALD, den VIER PFOTEN gerade baut, hätten in den nächsten Wochen alle 15 in Gefangenschaft leidenden Restaurant-Bären auf einer Fläche von 15 Hektar ein schönes, artgemäßes Zuhause in riesigen naturnahen Gehegen erhalten sollen. Fünf der 15 Restaurant-Bären lebten bereits seit Kurzem dort.


Doch ein dramatisches Ereignis zwang die Tierschützer, extrem schnell zu handeln: Während das Umweltministerium gemeinsam mit dem VIER PFOTEN Team am Mittwoch, den 22.05.13 in einem Mini-Zoo neben einem Restaurant in Prizren zwei Bären beschlagnahmte und sie zum BÄRENWALD brachte, wurden die beiden Restaurant-Bären Rambo und Luta, die neben einem Supermarkt in Mitrovica ein trauriges Dasein führten, von skrupellosen Tierhändlern getötet. Ihr Besitzer hatte sie eine Woche zuvor an die Tierhändler für 500 Euro verkauft.


„Wir gehen davon aus, dass der Besitzer von Rambo und Luta die beiden an die Tierhändler verkauft hat, weil er wusste, dass sie in Kürze beschlagnahmt worden wären“, sagt Heli Dungler, Gründer und Präsident von VIER PFOTEN. „Dieses grauenhafte Ereignis zwang uns dazu, blitzschnell zu handeln. Denn wir waren in großer Sorge um das Leben der übrigen acht Restaurant-Bären. Obwohl die Bauarbeiten im BÄRENWALD noch nicht abgeschlossen sind, haben wir alle acht Bären nun in unsere Obhut genommen.“


Das VIER PFOTEN Rettungsteam und das Umweltministerium beschlagnahmten gestern die beiden siebenjährigen Bärenmännchen Arusha und Balusha aus einem dunklen Betonkäfig neben dem Hotel-Restaurant Gryka im Rugova Tal bei Peja im Westen des Kosovo. Vor allem der kleinere Bär Balusha ist in extrem schlechtem Zustand. Durch Kämpfe mit dem Artgenossen hat er ein Auge verloren, auf dem anderen Auge ist er fast blind.

 

Gleich im Anschluss befreiten die Tierschützer eine 15 Monate junge, für ihr Alter viel zu kleine und unterentwickelte Bärin aus einem winzigen Verschlag neben dem Restaurant Anika in Peja. Die Tierärzte mussten sie deshalb zunächst an den Tropf hängen, bevor sie die etwa einstündige Reise in der Tierambulanz zum BÄRENWALD antreten konnte.

 

Heute morgen befreiten die Tierschützer fünf bisher namenlose Bären des Restaurants Te Ariu in Prishtina.


„Wir sind sehr erleichtert, dass wir diesen acht Bären das Schicksal von Rambo und Luta ersparen konnten,“ so Heli Dungler. „Sie werden von nun an das Leben führen können, das sie verdient haben. Es ist eine große logistische Herausforderung, innerhalb von 24 Stunden acht Bären zu retten. Unser Team hat in den letzten Tagen hervorragende Arbeit geleistet. Vor allem möchte ich mich auch bei den kosovarischen Behörden bedanken – wir haben die größtmögliche Unterstützung erhalten.“

 

Alle 13 Restaurant-Bären sind wohlauf und derzeit in den mehrere hundert Quadratmeter großen Eingewöhnungsgehegen untergebracht. Der Bau der großen Freigehege beginnt in Kürze, so dass den 13 Bären ab Oktober 2013 ein Lebensraum von mehreren Hektar zur Verfügung stehen wird.


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