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Pressemeldung

2013-05-15

Das Abenteuer beginnt: VIER PFOTEN bringt drei Braunbären in den BÄRENWALD Müritz

Stuer / Mönchengladbach, 15. Mai 2013 – Heute hat Bären-Mama Mary mit ihren beiden Töchtern Clara und Sonja das erste Mal in ihrem Leben Gras unter den Tatzen gespürt. Die drei Bärinnen wurden von VIER PFOTEN vom Tiergarten Mönchengladbach in den weitläufigen BÄRENWALD Müritz gebracht, wo sie nun ihren Instinkten folgen können. Im Tiergarten Mönchengladbach lebten die drei Bären in einem Gehege mit zwei Betongräben auf einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern. Es gab so gut wie keine Beschäftigungs- und Versteckmöglichkeiten.

 

Carsten Hertwig, Geschäftsführer des BÄRENWALD Müritz, freut sich über die Neuzugänge: „Die drei Damen können sich bei uns im BÄRENWALD Müritz je nach Befinden zurückziehen, Höhlen graben oder im Teich baden, Fellpflege betreiben und durch die Natur streifen, oder später in die Winterruhe gehen. Wie ein freilebender Bär es auch tun würde.“

Die Vorbereitungen für den sechsstündigen Transport begannen bereits am Dienstag, sodass die Übersiedlung der Tiere in der Nacht stattfinden konnte. „So sind die Strapazen für die Tiere nicht ganz so groß“, erklärt Tierarzt Dr. Frank Göritz vom Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung. Er impfte Mary, Clara und Sonja gegen verschiedene Bärenkrankheiten, nahm ihnen Blut ab, erstellte Röntgenaufnahmen und pflanzte ihnen einen Mikrochip unter die Haut.

 

Damit bei der Untersuchung und bei der Übersiedlung alles ohne Komplikationen verlief, waren sieben fleißige Helfer von VIER PFOTEN mit von der Partie. Auch Bärenbotschafter Andreas Hoppe, u.a. bekannt als Ludwigshafener Tatort-Kommissar Mario Kopper, begleitete die Rettungsaktion und legte kräftig Hand an: Er hielt die Infusionsflasche, als der Tierarzt die Untersuchungen durchführte, und im BÄRENWALD angekommen öffnete der Schauspieler das Gitter der Transportbox von Bären-Mama Mary. „Diesen Moment zu erleben, dass diese Bärin zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Pfoten auf Naturboden setzen darf, ist unbeschreiblich. Mich freut zutiefst, dass sie die Chance hat, in Zukunft naturnah und mit Raum zu leben. Mögen die Bären ihre neue Freiheit genussvoll entdecken. Ich danke den engagierten Helfern vom BÄRENWALD und VIER PFOTEN, dass sie dieses kleine Wunder möglich gemacht haben, und für meinen unvergesslichen Moment, das Gitter zu öffnen“, sagt Andreas Hoppe.

 


Immer noch warten 17 Braunbären auf Rettung

 

„Die drei Bärinnen aus Mönchengladbach sind leider nicht die letzten Bären aus schlechter Haltung. In deutschen Zoos, Tierparks oder Stadtzwingern leiden immer noch rund 17 Braunbären in katastrophaler Haltung“, so Carsten Hertwig. In ihrem „Zustandsbericht zur Bärenhaltungen in Deutschland 2012“ führt VIER PFOTEN detailliert all diejenigen Anlagen auf, die nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Bärenhaltung nicht mehr tragbar sind. Der Hauptgrund für die Missstände: Die Rechtslage in Deutschland erlaubt immer noch Bärenhaltungen in kleinen Betonkäfigen. VIER PFOTEN setzt sich für bessere Standards ein und bietet Zoos eine Zusammenarbeit an, um den dort lebenden Bären ein tiergerechtes Leben zu ermöglichen.

 


Über den BÄRENWALD Müritz

 

Der BÄRENWALD Müritz bietet Braunbären aus Gefangenschaft einen naturnahen Lebensraum. Hier können sie ihre natürlichen Verhaltensweisen wiederentdecken und ausleben. Die 16 Hektar große Anlage in Mecklenburg-Vorpommern bietet einen natürlichen, weitläufigen Lebensraum mit Mischwald, Wiesenflächen, Waldlichtungen, Hanglagen und einem natürlichen Wasserlauf. Damit ist der BÄRENWALD Müritz das größte Bärenschutzzentrum in Westeuropa. Seit 2006 finden Bären aus schlechter Haltung hier ein tiergerechtes Zuhause. Mit den drei Neuzugängen Mary, Clara und Sonja leben nun wieder 19 Bären in dem naturnahen Freigehege am Plauer See.


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