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Pressemeldung

2013-04-24

LIONSROCK: Großkatzen aus Rumänien genießen ihr neues Zuhause

Johannesburg/Hamburg, 24. April 2013 - Zwei Wochen nach ihrer Rettung aus einem heruntergekommenen Zoo in Rumänien finden sich die vier Löwen und zwei Tiger langsam in ihrem neuen Zuhause in LIONSROCK zurecht.

 

Im Großkatzenrefugium von VIER PFOTEN in Südafrika wurden die Tiere vorerst in spezielle Eingewöhnungsgehege entlassen – unter ständiger Beobachtung durch die Tierexperten vor Ort.


Ein schönes Zuhause: Löwenkind Sara schmust mit Mama Siba in LIONSROCK.
© VIER PFOTEN / Mihai Vasile

Dem Tigerpärchen Tomi und Riuua scheint sein neues Zuhause sehr zu gefallen – gemütlich und entspannt liegen die beiden auf ihrer Plattform und genießen die sanfte Herbstsonne Afrikas.


Vor rund zwei Wochen kamen die abgemagerten Tiere nach LIONSROCK, wo sie zum ersten Mal in ihrem Leben Gras unter ihren Pfoten spüren durften. Tigermännchen Tomi ist besonders neugierig – immer wieder spielt er mit dem großen Baumstamm im Gehege. „Fast könnte man meinen, er überlegt, was es wohl mit diesem „Ding“ auf sich hat“, freut sich Hildegard Pirker, Cheftierpflegerin in LIONSRCK über den aktiven Neuankömmling. In Rumänien lebten die Tiere unter untragbaren Umständen in einem Zoo, der schon vor Jahren schließen musste. Ihre Käfige mit Betonböden waren viel zu klein, und ihre Ernährung war mehr als mangelhaft. „Tomi und Riuua haben die lange Reise gut überstanden. Wir füttern sie täglich, damit sie schnell ein paar Kilos zulegen.“

 

 

Löwenkinder streifen neugierig durchs Gehege

 

Auch die „neue“ Löwenfamilie Tarzan und Siba mit ihren kleinen Töchtern Hera und Sara wird bestens betreut und ständig vom erfahrenen Team beobachtet. Sie kommen aus dem gleichen Zoo wie die beiden Tiger und fristeten ein ähnlich tristes Dasein. Gemeinsam lebte die Löwenfamilie auf nur 40 Quadratmetern. Besonders die kleinen Löwinnen sind von Fehlernährung und schlechten Haltungsbedingungen gekennzeichnet. Sie haben einen schweren Mangel an Mineralstoffen und Kalzium und leiden zudem unter Rachitis und Zwergwuchs. Dennoch streifen die beiden neugierig durch ihr neues Gehege. Die Eltern bleiben vorerst lieber im Innengehege.

 

Hildegard Pirker: „Wir haben für den Anfang ein eher „kleines“ Areal für die Familie ausgewählt (1.500 Quadratmeter), aber sie benötigen dennoch Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Meist dauert es mehrere Wochen, bis sich die Tiere eingewöhnen und in Sicherheit fühlen.“

 

Hera und Sara, die nun auch täglich ihre Medizin bekommen, sind bei gutem Appetit: Stundenlang kauen sie an großen Fleischstücken, die eigentlich für ihre Mutter gedacht waren. Das VIER PFOTEN Team hat auch die Behandlung der Wunden an Heras Beinen in Angriff genommen. Aufgrund der Fehlstellung ihrer Beine sind diese stark entzündet.

Sobald sich die Löwenfamilie in ihrer neuen Umgebung gut zurechtfindet, wird sie in ein größeres Areal überstellt, wo sie als Familie weiterhin zusammen leben wird. Auch Tomi und Riuua werden in ein paar Monaten in ein größeres Gehege umgesiedelt.

Seit 2007 hat VIER PFOTEN bereits 90 notleidende Löwen und Tiger, größtenteils aus Europa, aber auch aus Südafrika und Asien (Jordanien) nach LIONSROCK gebracht. Mit Tarzan, Siba, Hera, Sara, Tomi und Riuua leben nun insgesamt 83 Löwen und sechs Tiger auf dem 1.200 Quadratmeter großen Areal im südafrikanischen Free State.


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