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Pressemeldung

2013-04-22

Der BÄRENWALD Müritz heißt Tierschützer aus ganz Europa willkommen

Drittes internationales EARS-Treffen fand in Mecklenburg-Vorpommern statt


Stuer, 22. April 2013 – VIER PFOTEN und der BÄRENWALD Müritz waren an diesem Wochenende Gastgeber für das dritte Jahrestreffen der EARS, der „European Alliance of Rescue centres and Sanctuaries“ (Europäische Allianz für Tierrettungs- und Tierauffangstationen). Insgesamt 38 Teilnehmer aus 19 Tierschutzeinrichtungen in 11 europäischen Ländern kamen zusammen, um über die Standards bei der Rettung und artgemäßen Unterbringung von Tieren zu diskutieren. Dazu gehören in den verschiedenen Einrichtungen auch die medizinische Versorgung der Tiere sowie die Weitervermittlung oder Rehabilitation und Wiederauswilderung.

 

„Der BÄRENWALD Müritz ist eine wichtige Einrichtung in Deutschland für die Aufnahme von Braunbären aus schlechten Haltungsumständen“, erklärt Patrick Boncourt, Projektkoordinator bei VIER PFOTEN. „Allerdings werden nicht nur Bären, sondern alle möglichen Tierarten überall auf der Welt schlecht gehalten oder sogar mutwillig gequält. Um Erfahrungen in diesem Bereich auszutauschen und uns gegenseitig bei unserer Arbeit für die Tiere zu unterstützen, haben wir gemeinsam mit verschiedenen anderen Auffangstationen in ganz Europa eine Allianz gegründet.“


Internationales Netzwerk: Experten für Tierrettungs- und Auffangstationen trafen sich am 20./21. April im BÄRENWALD Müritz.
© VIER PFOTEN

2011 kamen die Tierschützer erstmals in den Niederlanden zusammen, um gemeinsame Herausforderungen und Probleme in ihrer Arbeit zu besprechen. Dies sind überwiegend die Beschaffung von finanziellen Mittel, das Weitervermitteln von bedürftigen Tieren oder das erfolgreiche Durchführen von pädagogischen Programmen in den Einrichtungen. Aber auch die unzureichenden gesetzlichen Vorgaben von Seiten der EU stellen für die Tierschützer eine große Herausforderung dar.

 

 

Eine starke Stimme für die Tiere

 

„Wir wollen uns nicht nur gegenseitig unterstützen, sondern auch eine starke Stimme in Richtung Europäische Union bilden“, erklärt Patrick Boncourt. „Die nationalen und europäischen Haltungsvorgaben sind noch immer viel zu schwach, so dass insbesondere auch exotische Tiere mit hohen Ansprüchen an ihre Umgebung in viel zu schlechten Haltungen enden. Nur weil hier starke Defizite bestehen, sind unsere Auffangstationen überhaupt notwendig. Das möchten wir ändern.“

Gemeinsam arbeiten die Tierschützer deshalb daran, Strategien, Standards und Ziele zu definieren und deren Umsetzung in Angriff zu nehmen. Im November 2012 schließlich wurde die EARS gegründet.

 

Am vergangenen Wochenende fand im BÄRENWALD Müritz nicht nur die dritte Zusammenkunft aller bestehenden Mitglieder statt, sondern gleichzeitig wurden weitere Betreiber solcher Auffangstationen aus ganz Europa eingeladen, um das Netzwerk zu erweitern und der europäischen Stimme damit noch mehr Gewicht zu verleihen.


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