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Pressemeldung

2013-03-19

Grausam: Der letzte deutsche Zirkus-Schimpanse tritt mit Circus Belly in Hamburg auf

VIER PFOTEN fordert endgültiges Aus für Wildtierzirkusse

 

Hamburg, 19. März 2013 – In Hamburg-Harburg zeigt sich ab Mittwoch, welche Konsequenzen ein fehlendes Wildtierverbot für die betroffenen Zirkustiere hat: Circus Belly gastiert mit einem Schimpansen-Männchen und anderen Wildtieren auf dem Schwarzenbergplatz. Der letzte Menschenaffe in einem deutschen Zirkusbetrieb muss bei Belly sein Leben ohne Artgenossen auf engstem Raum verbringen und entwürdigende Tricks in der Manege zeigen. VIER PFOTEN drängt auf ein bundesweites Wildtierverbot für Zirkusse.

 

Vom 20. bis 24. März gastiert Circus Belly in Hamburg-Harburg. Die Liste der mitgeführten Wildtiere ist lang: Löwen, Tiger, Alligatoren, Riesenschlangen und der Schimpanse Robby. Eine artgemäße Haltung dieser anspruchsvollen Tierarten ist unter Zirkusbedingungen unmöglich. Der ca. 37 Jahre alte Schimpanse kam schon als Jungtier zum Zirkus. Völlig isoliert von artgemäßen Sozialpartnern fristet er sein Leben in einem winzigen sterilem Käfigwagen und einem ungenügendem Außengehege.

 

„In der Manege wird das intelligente und hochsoziale Tier in Menschenkleidung gezwängt und zu einer Lachnummer degradiert. Unseren nächsten Verwandten zu Unterhaltungszecken zu missbrauchen passt nicht ins 21. Jahrhundert“, erklärt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany. Selbst gegen die unzureichenden Zirkusleitlinien verstößt das Mitführen der Primaten im Zirkus. Dennoch wird die tierquälerische Haltung bei Belly von den Veterinärämtern allerorts geduldet. Auch die eklatanten Haltungsmängel bei den anderen Tierarten lassen sich mit den jetzigen rechtlichen Grundlagen nicht wirkungsvoll verbessern: Die Zirkustiger, die in der Natur große Streifgebiete haben und solitär leben, werden bei Belly mit Löwen in einen Käfigwagen ohne Rückzugsmöglichkeiten gesperrt. Auch das Mitführen der Temperatur- und erschütterungsempfindlichen Reptilien ist Tierquälerei. „Die Missstände beim Circus Belly stehen beispielhaft für alle Wildtierzirkusse. Bundesministerin Aigner muss die Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben endgültig beenden“, fordert Dr. Stephany.

VIER PFOTEN fordert ein bundesweites Wildtierverbot für Zirkusse. Doch das zuständige Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unternimmt seit Jahren zu wenig, um den Schutz von Wildtieren im Zirkus zu verbessern. Zwar wurde in das jüngst novellierte Tierschutzgesetz auf Druck der Bundesländer die Möglichkeit eines Verbots einzelner Tierarten aufgenommen. Der neue Paragraph legt jedoch enorm hohe Hürden an.

 

 

Weitere Informationen zu Wildtieren im Zirkus finden Sie hier.


 

Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Melitta Töller
Press Officer
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mail: melitta.toeller@vier-pfoten.org


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