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Pressemeldung

2013-02-25

VIER PFOTEN legt Studie zur Kennzeichnung von verarbeiteten Eiern vor

Bio-Eier-Skandal zeigt Notwendigkeit von Transparenz


Versteckte Käfig-Eier: VIER PFOTEN fordert eine Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Eier.

Hamburg, 25. Februar 2013 – Der Bio-Eier-Skandal zeigt, wie wichtig Verbrauchern die tierfreundliche Haltung von Legehennen ist. VIER PFOTEN hat heute eine Machbarkeits-Studie zur Kennzeichnungspflicht von Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln wie etwa Nudeln, Kuchen und Mayonnaise veröffentlicht. Fazit: Genauso wie in Frisch-Eiern könnte die Pflicht zur Kennzeichnung der Hühner-Haltungsform bei verarbeiteten Produkten bundesweit umgesetzt werden. VIER PFOTEN führt in der Studie konkrete Lösungsvorschläge zur Implementierung einer verpflichtenden Information auf den Produktpackungen an.


„Als Verbraucher hat man im Supermarkt keine Chance, Fertigprodukte mit Käfig-Eiern von Produkten mit Freiland-Eiern zu unterscheiden“, kritisiert Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN. „Die EU hat sich in ihrer Verordnung 1169/211 eindeutig für mehr Transparenz für Konsumenten ausgesprochen. In der Tat gibt es hier noch viel Verbesserungspotenzial. Wir zeigen nun einen Weg, um bei Eiern in verarbeiteten Produkten Klarheit für den Verbraucher zu schaffen.“


Eine Studie des deutschen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass 48 Prozenzt der konsumierten Eier im Hinblick auf die Haltungsform der Legehennen nicht gekennzeichnet sind, also fast jedes zweite Ei. Dieser Anteil teilt sich in Eier in verarbeiteten Lebensmitteln (32 Prozent) und Eier in Großküchen und Bäckereien (16 Prozent) auf. „Wenn die Information zur Haltungsform beim Schalenei verpflichtend ist, warum sollte das bei Eiern in verarbeiteten Produkten nicht auch möglich sein?“, so Dr. Stephany.


VIER PFOTEN schlägt vor, die Haltungsform (also Käfighaltung, Bodenhaltung, Freilandhaltung oder biologische Haltung) in der Zutatenliste anzuführen. „Man könnte sie in Klammer nach der Ei-Zutat setzen“, sagt Dr. Martina Stephany. „So muss der Käufer nicht einmal einen Kennzeichnungsschlüssel entziffern.“

 

VIER PFOTEN  leitet die Studie auch an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucher weiter sowie an die Tierschutz-Sprecher aller Parteien. Dr. Stephany: „Wir laden alle Beteiligten zu Gesprächen darüber ein.“

 

Die Studie von VIER PFOTEN ist auf Anfrage in digitaler Form erhältlich.

 


Weitere Informationen auf www.vier-pfoten.de/kampagnen/nutztiere/legehennen/


VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Helmut Dungler gegründete Organisation setzt sich mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten für den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunde- und katzen, Labor-, Nutz-, Wild- und Haustiere sowie auf Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Niederlassungen in Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweiz, Südafrika, Ungarn und den USA sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not. 2013 feiert die Organisation ihr 25-jähriges Jubiläum.

 

 

Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Melitta Töller
Press Officer
phone: +49-40-399 249-66
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