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Pressemeldung

2013-02-08

VIER PFOTEN begrüßt neues britisches Gesetz, das entlaufene Hunde schneller mit ihren Besitzern vereint

VIER PFOTEN plädiert für eine EU-weite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde. Ein kompatibles EU-weites System wie EuroPetNet ermöglicht jetzt schon einen teilweisen Datenabgleich zu Hunden und ihren Haltern auch zwischen  EU-Mitgliedsländern. Dieses System braucht es in Europa, um auch gegen den illegalen Hundehandel vorzugehen.


VIER PFOTEN plädiert für eine EU-weite Kennzeichnung und Registrierung von Hunden.
© VIER PFOTEN

8. Februar 2013 – VIER PFOTEN begrüßt die Ankündigung des britischen Umweltministers Owen Paterson, eine Kennzeichnungspflicht mittels Mikrochip für Hunde und deren Registrierung in Großbritannien durchzusetzen. Diese Maßnahme soll in erster Linie dabei helfen, verloren gegangene Hunde wieder aufzufinden und ihren Haltern zuzuführen. Gleichzeitig betont die Organisation, dass nationale Regelungen nur dann die Bekämpfung des illegalen Welpenhandels ermöglichen, wenn sie europaweit kompatible Datensysteme enthalten.

„Es ist sehr gut, dass ein weiteres EU Mitgliedsland, hier die britische Regierung, sich für eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht mittels Mikrochip für Hunde entschieden hat“, sagt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiter bei VIER PFOTEN. „Letztlich jedoch werden wir nur dann gegen illegale Zucht und Handel von Hunden, die Europa überschwemmen, angehen, wenn sämtliche EU-Mitgliedstaaten zur Kennzeichnung und Registrierung verpflichtet sind. Nur so können endlich die Kontrollen der Tiertransportverordnung verstärkt – und der illegale Handel mit Hunden bekämpft werden. Diese Kontrollen werden mit Transpondern (Microchips) erleichert.“

VIER PFOTEN empfiehlt, dass die bereits bestehende entsprechende Datenbank „EuroPetNet“ ausgebaut wird, um europaweit eine verantwortliche Zucht und Haltung von Hunden zu erreichen. So könnten Microchips in Zukunft zusätzliche Daten aufnehmen, wie den Züchter und dessen Zertifizierung und gegebenenfalls den Verkauf des Hundes, um bei den Kontrollen von Hundetransporten oder illegalen Angeboten von Hunden auf Märkten zu erleichtern und seriöse und unseriöse Züchter zu unterscheiden. „Das Speichern aller Informationen über die Herkunft des Hundes auf dem Mikrochip wäre eine wirksame Methode, um unseriöse Züchter und Händler aufzuspüren, die mit dem Tierleid Geld verdienen. Die Rückverfolgbarkeit der Herkunft dient gleichermaßen der Gesundheitsvorsorge  – für Mensch und Tier gleichermaßen“, erklärt Dr. Stephany.

Illegal gehandelte Welpen werden in der Regel schon im Alter von wenigen Wochen von Mutter und Geschwistern getrennt mit der Folge, dass notwendige Entwicklungen von sozialem Verhalten jäh unterbrochen werden. Die Hunde werden dadurch ängstlich, teilweise dominant und zeigen aggressive Verhaltensweisen. Deshalb werden die Tiere in der Folge meist weggegeben und enden in den ohnehin überfüllten Tierheimen.  Welpen aus illegalen Angeboten sind meist aus Kostengründen nicht geimpft und werden leicht krank, in zahlreichen Fällen sterben sie kurz nach dem Erwerb.

Gemäß VIER PFOTEN sollten England und die anderen EU-Mitgliedstaaten nicht nur klare Kennzeichnungs- und Registrierungsgesetze auf den Weg bringen, sondern gleichzeitig die Grenzkontrollen für den Handel verbessern. „Alle mit dem Vollzug der Gesetze befassten Beteiligte, so etwa die Amtsveterinäre, Zoll und Polizei sowie Richter und Staatsanwälte müssen künftig über mehr Wissen in diesem Bereich verfügen“, sagt Dr. Stephany.

Der einfachste erste Zugriff auf eine gezielt für Hunderecht zusammengestellte Plattform bietet CAROdog (www.carodog.eu). Dort sind gesetzliche, wissenschaftliche und praktische Informationen für Entscheidungsträger, Tierärzte, Anwälte, Lehrer, Züchter, Netzbetreiber und Bürger zu finden. Mit der Bereitstellung dieser Informationen wird europaweit der verantwortliche Umgang von Haltern mit ihren Hunden gefördert. Das bedeutet letztlich, einer unkontrollierten Überpopulation von Hunden und dem illegalen Welpenhandel ein Ende zu setzen.

 

 

Mehr Informationen zum Thema Welpenhandel finden Sie hier.


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